Religiöser Einkehr- und Bildungstag im Schönstattzentrum beim Canisiushof
"Komm Schöpfer Geist kehr bei uns ein, besuch das Herz der Kinder dein ..." Dieses bekannte Lied sangen die Teilnehmerinnen im "Kapellchen zur Dreimal wunderbaren Mutter" zu Beginn ihres Bildungstages bei einer Andacht mit Monsignore Josef Treutlein aus dem Bistum Würzburg, der unter dem Thema "Herzenskultur" durch den Tag führte.
Bianca Vögele, die Hausleiterin des Zentrums, hatte die Gäste bei ihrer Ankunft begrüßt und den Tagesablauf erklärt.
Schon früh morgens um 7:30 Uhr hatten sich die 13 Teilnehmerinnen aus dem Pfarrverband Tagmersheim-Rögling-Ammerfeld auf den Weg nach Kösching gemacht. Die Reiseleitung im Bus hatte Barbara Michalka inne, das Vorbeten beim Rosenkranz während der Fahrt übernahm Ottilia Tischmacher. Leider mussten sie feststellen, dass die Teilnehmerzahl von Jahr zu Jahr schrumpft. Nichtsdestotrotz freuten sie sich auf den Einkehrtag.
Nach der besinnlichen Andacht in der Gnadenkapelle machten sich die Frauen zusammen mit weiteren Teilnehmern aus anderen Pfarreien auf ins Tagungshaus und hörten dort einen sehr interessanten Vortrag von Schönstattpfarrer Treutlein.
"Die Welt ist zwar aus den Fugen geraten, aber jeder kann bei sich im kleinen Bereich durch eine Kultur des Herzens an sich arbeiten, so dass unsere Gesellschaft zusammenfindet", so Pfarrer Treutlein. Er gab den interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern viele Tipps und Ideen für den Alltag an die Hand, um Zeit für sich selbst zu finden, aber auch Zeit für das Gebet, um zur "Radmitte" des eigenen Herzens zu kommen.
So ist es wichtig, seinen Alltag zu entschleunigen, um schöpferische Pausen zu finden, sein Leben zu entrümpeln, Ballast abzuwerfen wie bei einer Ballonfahrt - denn auch dort müssten die Sandsäcke abgeworfen werden, um hoch zu steigen. Ballast abwerfen befreit und schafft Raum für neue Kreativität. Des Weiteren zeigte er auf, dass wir oft auf das Negative konzentriert sind und das Positive nicht sehen. In der Kraft der Gedanken liegt beides: das Giftpotential - ein Gift, das krank macht, aber auch das Lift-Potential, ein Lift also, der uns emporziehen kann. Wir sollten auf Gott vertrauen, das Gute pflegen und einüben. Weitere Anregungen sind einerseits das Entdecken, vor allem das Entdecken des Schönen, was ist gut in meinem Leben, wofür kann ich dankbar sein, und andererseits das Entsorgen; dabei geht es darum, die Sorgen wegzugeben und nicht in Unsicherheit abzudriften.
Bei all diesen angesprochenen Gedanken, dem Entschleunigen, dem Entrümpeln, dem Entgiften, dem Entdecken und dem Entsorgen, geht es darum, sich wieder fest zu machen in Gott - ihm zu vertrauen, er ist da, er führt mein Leben: tragen wir diese Hoffnung in unserem Herzen!
Nach diesem einfühlsamen, aber auch inspirierenden Vortrag konnten sich alle beim Mittagessen stärken. Nachmittags wurde zur eucharistischen Anbetung eingeladen und nach einer Kaffeepause feierte Pfarrer Treutlein zum Abschluss gemeinsam mit allen die Heilige Messe in der Schwesternkapelle.
Alle waren sich einig, es war wieder ein gelungener Einkehrtag mit vielen Impulsen, mit Zeit für Stille und Besinnung, um gestärkt im Herzen in seinen Alltag zurückzukehren.
Maria Mittl
Regelmäßige Gottesdienste
Heilige Messen in der Pfarrei Tagmersheim
siehe Ammerfeld
Heilige Messen in der Pfarrei Emskeim
siehe Ammerfeld
Heilige Messen in der Pfarrei Rögling
siehe Ammerfeld
Heilige Messen in der Pfarrei Rohrbach
siehe Ammerfeld
Heilige Messen in der Pfarrei Ammerfeld
Samstag 18.30 Uhr oder
Sonntag 9.00 Uhr oder 10.15 Uhr
abwechselnd mit Emskeim, Rohrbach, Rögling und Tagmersheim
Beichtgelegenheit im Pfarrverband
Samstag 18.00 bis 18.15 Uhr vor der Vorabendmesse oder gerne nach Vereinbarung
Nadlerstraße 5

