Gläubige aus den Pfarreien Rögling und Tagmersheim unternehmen jedes Jahr im Mai eine Wallfahrt nach Raitenbuch.
Pfarrer Roland Wittmann (1969-2001 Pfarrer in Rögling, ab 1979 auch Pfarrer in Tagmersheim) schreibt darüber im Geleitwort zum "Raitenbucher Wallfahrtsbüchlein" (herausgegeben 1992 vom Kath. Pfarramt Rögling):
"Not und Elend waren der Anlass, dass von den Tagmersheimer Bürgern 1837 zum ersten Mal eine Fußwallfahrt nach Raitenbuch unternommen wurde. An dieser Wallfahrt der Tagmersheimer beteiligten sich im Laufe der Zeit auch Menschen der umliegenden Ortschaften. Die Röglinger schlossen sich dem alten Gelübde an. Jedes Jahr pilgern auch sie zu Fuß zur Mutter Gottes von Raitenbuch, um Hilfe in ihren Anliegen bei ihr zu finden. Viele Votivtafeln bezeugen, dass die Wallfahrer seit dieser Zeit immer wieder Hilfe in ihren Anliegen bei der Gottesmutter von Raitenbuch fanden. Jedes Jahr nehmen die Wallfahrer neu die beschwerliche Fußwallfahrt unter Gebet und Opfern auf sich".
Im Wallfahrtsbüchlein ist auch ein kurzer Text über die Ortsgeschichte von Raitenbuch abgedruckt (aus: Zwölfuhrläuten vom 5.12.1976):
"Den 'Dom vom Berg' nennt man im Bistum Eichstätt das Raitenbucher Gotteshaus. Neugotisch und bestens erhalten steht der Dorfdom inmitten des schon bayrisch anmutenden Ortes. Raitenbuch findet schon am 14. Juni 867 Erwähnung. König Ludwig der Deutsche schenkt ein zum Königshof Weißenburg gehöriges Gebiet an das Kloster Metten. Das Gnadenbild 'Unsere Liebe Frau von Raitenbuch' wurde zuerst in der Marienkirche Nennslingen verehrt. Als die Nennslinger 1562 der Lehre Luthers folgten, ließ der Landesherr, der Markgraf von Ansbach, das Liebfrauenbild in einen hölzernen Kasten einschließen. 1811 kauften Martin Rumpf aus Raitenbuch und seine Schwester Barbara das Gnadenbild. Am Sonntag vor Mariä Heimsuchung 1811 wurde dann das Gnadenbild unter großer Anteilnahme der Gläubigen 'in größter Stille und Eingezogenheit und herzlicher Andacht' in das Raitenbucher Gotteshaus eingeführt. Bis in unsere Tage hat sich die Anziehungskraft der Mutter Gottes von Raitenbuch erhalten. Das bezeugen die vielen Wallfahrer, die jedes Jahr das Gnadenbild besuchen".


